
Die Band - Vocals & Harp

Der Front-Mann
Hallo liebe Freunde der handgemachten Musik,
mein Name ist René Wermke und ich bin der Sänger und Harpspieler von W's Blues. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass ich mit Harpspielen begonnen habe und dann erst später zum Gesang gekommen bin, aber eins nach dem anderen ...
2007 habe ich beschlossen, nachdem ich einige Male das Harpspielen wieder abgebrochen hatte, mir nun endlich mal ein bisschen mehr Zeit zum Üben zu nehmen. Und siehe da, nach und nach ging es besser und besser. Die größten Probleme hatte ich anfangs beim Spielen eines Bendingtons, wobei ich heute sage, dass es immer noch eine der größten Schwierigkeiten ist, Halbtöne wirklich sauber zu "benden" und zu treffen. In meinen Augen ist es schwieriger als Overblowing aber OK ... der Reihe nach!
Als also einige Monate später Adam Gussow und Jason Ricci über Youtube anfingen zu unterrichten, bin ich quasi süchtig nach diesem kleinen Instrument geworden!!! Es ist wirklich nicht übertrieben wenn ich sage, dass ich seitdem 2-3 Std. am Tag spiele. Dabei kommt mir sicherlich entgegen, dass ich über 60km von meinen Arbeitsplatz entfernt wohne und mir daher während der Autofahrt viel Zeit zum Üben bleibt.
Nachdem dann die ersten schnellen Erfolge da waren und ich einige Stücke nachspielen konnte, fing ich an, neue Herausforderungen zu suchen. Das setzt sich eigentlich bis heute fort. Angefangen bei Tongue-Blocking über Overblows und Overdraws bis hin zum Spielen verschie- dener Scales in verschiedenen Tonarten und Positionen, verbirgt sich hinter diesem kleinen, aber feinen Instrument mehr als die meisten erahnen.
Tja, die Harp ist eben ein Instrument, mit dem man schnell viel Eindruck machen kann. Aber um es wirklich verstanden zu haben, was alles damit möglich ist und sie zu spielen wie einer der beiden oben genannten, sind viele, viele Stunden Üben notwendig ... und ich will nicht behaupten, dass ich die Zwei schon erreicht habe, aber es ist mein großes Ziel!!! Ach und jetzt noch eine wahre Geschichte: Adam Gussow selbst kam bei einem Blues-Workshop in Klingental beim Festival '08, nachdem ich mit Charlie Hilbert, seinem Gitarristen, ein bisschen gespielt hatte zu mir, gab mir die Hand und meinte nur: "Man is it true you are just playing since one year! I haven't been that good after five years. I'm shure I will buy some CDs with your name on it in the future!" Um ehrlich zu sein hätte ich gerne etwas Cooles darauf gesagt, aber ich war auf einmal so nervös. Da stand er nun: Live und in Farbe, mein Idol, das ich sonst nur aus meinem 17-Zoll-Bildschirm kannte, so dass ich letztendlich nichts Vernünftiges rausgebracht habe, außer irgendwas wie: "Thank you very much. You did that to me!" Wie peinlich!
Zum Gesang bin ich gekommen, da in einer der Kombos mit denen ich geprobt habe, jemand sang und mir jedes Mal der Eindruck kam: "Hmmm … eigentlich kann ich das doch viel besser als der!".
Leider meistens nur, wenn ich allein war. Und somit stand ich vor meiner nächsten großen Überwindung: wirklich vor Fremden zu stehen und zu singen. Beim Harpspielen hatte ich da mittlerweile keine Probleme mehr, aber Singen??? Naja, einige Stunden Gesangsunterricht und viele Stunden Gesangstheorie später, kam auch da langsam ein Gefühl der Sicherheit.
Zur Band W's Blues möchte ich sagen, dass ich an einem Punkt angekommen war, wo ich dachte es wäre doch das Coolste überhaupt, eine Band nur aus wirklichen Freunden zusammenzustellen. Da ich in der Vergangenheit viele menschliche Enttäuschungen in Bands erfahren hatte, wollte ich Musik mit Menschen machen, die ich wirklich als Freunde bezeichnen würde! Also fing ich an, meinen Bruder Mike vom Blues zu überzeugen und so war der Grundstein für W's Blues gelegt. Nachdem einer meiner besten Freunde in der Vergangenheit ständig davon erzählte, gerne mal Schlagzeug zu spielen, hab ich so lange auf ihn eingeredet, bis er eines Tages anrief und meinte: "Ich hab mir ein Drumset gekauft!" Ich sagte spontan: "Alter, das ist das Schönste, was ich seit langer Zeit gehört habe!!!" Ich fuhr gleich das kommende WE hin und wir fingen an, das Bluesschema einzustudieren. Unser Bassist Steffen ist wahrscheinlich der mit der größten musikalischen Erfahrung, leider haben uns unsere Wege beruflich ein wenig auseinander getrieben. Ausbildung, Studium, Jobsuche usw., aber im Hinterkopf hatte ich es schon von Anfang an, 'Steffen hatte doch mal Bass gespielt'. Dann kam die Wende, nämlich mit einem Anruf in dem er meinte, dass er jetzt endlich einen Job hätte und zwar in dem gleichen Ort wie ich!!! Geschichten schreibt das Leben, welche man manchmal gar nicht glauben kann.
Tja manchmal muss man ein Ziel eben einfach lange genug verfolgen. Man darf nicht aufgeben, dann meint es das Schicksal auch ab und an mal gut mit einem. Ich bin jedenfalls richtig stolz drauf, ein Teil dieser Band zu sein und freue mich auf jedes Treffen mit meinen Freunden!!!
Bis dahin erstmal:
Keep on Bluesin'
René


